Angebot Trauma-Arbeit

Achtsamkeit & Mentalisierung

Eine Basis bilden

Achtsamkeit ist die Basis jeglicher Krisen- und Trauma-Arbeit. Das Ziel ist dabei die eigene Mentalisierungsfähigkeit zu verbessern. Mentalisieren bedeutet, in einer achtsamen Weise die eigene Befindlichkeit bewusst wahrzunehmen, und diese auch im momentanen Kontext in Beziehung zu anderen Menschen reflektieren zu können. Achtsames Wahrnehmen ist ein nicht wertendes Gewahrsein. Im bewussten Anwesendsein wird es Ihnen vermehrt möglich, selber ins Geschehen einzugreifen. Es wird möglich, sich der eigenen Reaktion auf die traumatische Situation bewusst zu werden. Den ständigen Wechsel von Überflutung und Vermeidung wahrnehmen. Dies ist der erste Schritt zu mehr Selbstfürsorge und Selbstwirksamkeit.

Mehr zu Selbstregulation, Selbstfürsorge und Selbstwirksamkeit erfahren sie auf der Seite Krisenintervention

Stabilisierung, Stresstoleranz & Umgang mit Dissoziation

Wieder einen Plan haben

Menschen mit Traumafolgestörung stehen durch die stete Aktivierung innerer nicht zugänglicher Inhalte zumeist unter einer hohen Anspannung. Diese zu senken ist Ziel der Stresstoleranz. Hierbei werden Techniken vermittelt, welche es ermöglichen aus der Anspannung bewusst auszusteigen, oder sie zumindest temporär zu verringern. Das hilft die eigene Orientierung zu verbessern und damit die Selbstkontrolle aufrecht zu erhalten oder wieder aufzunehmen.

Posttraumtische Krisen können sich direkt nach einem Vorfall, teils aber auch erst Jahre später zeigen. Dissoziative Phänomene spielen hierbei eine zentrale Rolle. Zusätzlich Informationen über Dissoziation finden Sie hier.

Anteilarbeit im Hier & Jetzt

Gemeinsam sind wir stärker

Traumatisierte Menschen sind oft sprachlos gegenüber ihrer Situation, wie auch ihren Bedürfnissen. Nonverbale Zugänge ermöglichen einen sicheren Zugang im Hier und Jetzt. Hierbei ist unser Grundsatz, dass "nicht Sie das Problem sind" sondern, dass "eine Seite von Ihnen ein Problem hat" und entsprechend Hilfe benötigt. Die Traumadynamik lässt leider nur bedingt zu, diese Hilfe sich selber zu geben. Eine innere Kommunikation kann Wege zu einer inneren Kooperation der teilweise sehr widersprüchlichen Bedürfnisse eröffnen. Dies wiederum ist eine Voraussetzung, um unbewusste, das heißt autonome innere Anteile zu integrieren. Eine innere Kommunikation kann der erste Schritt sein zu neuen bewussten Selbstschutz-Strategien, welche bisherige, automatisierte und belastende Muster ablösen können.

Das Arbeiten mit Anteilen ermöglicht dementsprechend auch die Klärung von unterschwelligen Bedürfnissen. Es kann Sie auch bestärken, Ihre sozialen und beruflichen Herausforderungen anzugehen.
 Zum wichtigen Thema der Tagesstrukturierung und Aktivierung finden Sie hier auf der Seite Psychosoziale Begleitung weitere Informationen. 

Körperarbeit, Imagination & weitere Orientierungsinstrumente

Den eigenen Zugang finden

Körperarbeit wie auch Imagination ist ein möglicher Zugang zu den eigenen Bedürfnissen. Das Ziel ist es hierbei Kanäle zu finden, bei welchen Sie verstärkt „bei sich“ sind. Durch die entsprechende Orientierung wird es einfacher, an einer persönlichen Selbstpflege und Selbstfürsorge zu arbeiten. Mit diesen Ansätzen können aber auch zentrale Themen wie etwa das der Abgrenzung aufgenommen werden. 

Was tragen psychotherapeutische Methoden bei? Zusätzliche Informationen über unsere Ansätze in der Beziehungsdymamik finden Sie hier.

Spezifische Psychoedukation

Sich mitteilen können

Der traumatische Prozess stellt den lebensgeschichtlichen Bewältigungsversuch der traumatisierten Persönlichkeit dar. Ohne bewusste Bearbeitung kann es zur Entstehung der verschiedensten Krankheits-, bzw. Störungsbilder kommen. Die schwierige Situation wirkt für die Betroffenen und ihr Umfeld, je länger der Prozess schon andauert, häufig immer verworrener und widersprüchlicher. Dies nicht zuletzt, da wegen der Dynamik der Problematik, Vieles nicht ausgesprochen werden kann. Darum ist es erstrebenswert, dass Sie Experte Ihrer persönlichen Problematik, ihrer Leidensgeschichte, ihres Sinngehalts werden. Dabei hilft es Ihnen, Ihr Erleben in Ihrer individuellen Sprache ausdrücken zu lernen.
Das Wissen um Ihre Bedürfnisse und Stärken, mögliche Verhaltensanweisungen für Krisen- und Ausnahmesituationen, können das Zusammenleben mit Ihren Angehörigen massiv erleichtern sowie Spannungen und Unsicherheiten im Alltag verbessern. Der Einbezug der Angehörigen in den Behandlungsprozess ist daher wünschenswert.

Zusätzliche Informationen über die Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte, dem eigenen Krankheitsverständnis finden hier sie unter dem Thema Was ist Recovery? 

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Rufen Sie uns an: 079 684 43 00

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 Ihr Peter Urner & Sarah Eymard